Scan-001.BMP

1. Adresse

CIMG6755-001

Postanschrift:

   Archiv Christkönig Erkelenz
   Johannismarkt 15
   41812 Erkelenz

       Tel. 02431 97437325

       mail: archiv@christkoenig-erkelenz.de

Besuchsanschrift:

    Johannismarkt 16 (im Kolpinghaus 3. OG)

 

2. Allgemeines

Seit dem 1. Januar 2015 besteht die Fusion der Gemeinden St. Lambertus Erkelenz (Gemeinde Erkelenz Mitte-West) und St. Maria und Elisabeth Erkelenz (Gemeinde Erkelenz Süd und Ost) zur Gemeinde Christkönig Erkelenz. Die Pfarrarchive der einzelnen Gemeinden sind seitdem zusammengeführt, geordnet und gemäß dem Archivplan des Bistums Aachen inventarisiert worden.

Wir sind an Unterlagen aller Art interessiert, die aus den Pfarreien stammen oder sich auf sie beziehen, und wir bitten darum keine Unterlagen wegzuwerfen, sondern sie dem Archiv zur Sichtung und ev. Aufbewahrung zu überlassen.

3. Nutzung und Öffnungszeiten

Das Pfarrarchiv kann, unter Beachtung der rechtlichen Vorschriften zu Sperrfristen und Datenschutz, zu wissenschaftlichen, heimatkundlichen und familiengeschichtlichen Zwecken genutzt werden. Archivalien können im Archiv eingesehen, aber nicht ausgeliehen werden. Wenn der Zustand der Dokumente es zuläßt, können Kopien angefertigt werden; auch das Abfotografieren mit Handy oder Digitalkamera (ohne Blitzlicht) ist möglich. Kosten, die dem Archiv entstehen, bitten wir zu ersetzen.

Das Archiv wird ehrenamtlich geführt, daher gibt es keine festgelegten Arbeitszeiten. Es ist zwar in der Regel von Montag bis Freitag von 10.30 bis 12.00 Uhr besetzt, eine Terminabsprache, per Telefon oder Email, ist aber zweckmäßig.

Ansprechpartner:  Josef Hermsen und Helmut Karg.

4. Hauptbestände

Ahnentafel

  Taufregister (seit 1604)

  Eheregister (seit 1632)

  Sterberegister (seit 1604)

  Kommunion- und Firmregister (seit 1830)

 In der detailierten Liste sind alle im Archiv Christkönig vorhandenen Kirchenbücher der ehemaligen Pfarreien St. Lambertus Erkelenz und Maria und Elisabeth aufgeführt.

IMG_20181029_110139

Allgemeine Definition von Urkunden:

Beweiskräftige Bestätigung (eines Ausstellers für einen Empfänger) einer Rechtsverbindlichen Handlung.

    Urkunden in unserem Archiv: - Für Personen: Ernennungen,

                                                         Anstellungen,  Weihehandlungen.

                                                     - Zu Sachen: Testamente, 

                                                         Schenkungen, Stiftungen.

                                                     - Zu Rechtsverhältnissen: Der   

                                             Pfarre, Pfarrbezirk, Status, Fusionen usw.

Urkunde 035-01-01/ Nr.48

Original - Urkunde aus dem Jahre 1801

Päpstliches Schreiben (Bulle) von Papst Pius VII an Pfarrer Antonius Everts. Inhalt: Vermutlich Bestätigung der Ernennung zum Kanoniker an St. Andreas, Köln Querformat: 50x35 cm, Original Pergament, Bleibulle "PIUS PAPA VII" (Bullenschrift) Zu Bullenschrift: Spezielle Schrift der päpstlichen Kanzlei bis 1878. Ohne Spezialkenntnis nicht zu entziffern. Informationen: Google "Bullenschrift". Dort: Paul Maria Baumgarten: Die Entwicklung der neuzeitlichen Bullenschrift. Die Bullenschrift wurde oft bei Pfründenverleihungen verwendet.

Weiter lesen
IMG_20181029_103838

Geschäftsakten:  Korrespondenz mit Personen, Institutionen, Behörden, Bistum usw.

                                  Hebebücher und Verzeichnisse

Sachakten: Kirchliche Gebäude und Einrichtungen

Personalunterlagen:

Protokolle: Kirchliche Gremien (z. B. Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat) und Vereine

5. Veröffentlichungen

IMG_0053 (c) Archiv

Spätestens wenn in einer Pfarre Gedenkfeiern oder besondere Anlässe z. B. Jubiläen, auch von kirchlichen Vereinen anstehen, ist das Archiv eine wahre Fundgrube interessanter Dokumente aus der Vergangenheit.

Unter der Rubrik "Veröffentlichungen" will das Archiv Christkönig Erkelenz zu entsprechenden Anlässen Akten, Schriftstücke, Urkunden, Zeitungsausschnitte u.v.m. vorstellen, übersetzen und erklären.

5.1 Vermeldungen vom 3. Oktober 1943

Chronik Otto Frings

 

Die Vermeldungen vom 3.Okt. 1943 sind eine Momentaufnahme

aus der Erkelenzer Pfarre St. Lambertus mitten im Krieg mit u. a. folgenden Themen:

- Weihe und Inthronisation von Bischof Johann van der Velden.

- Meldung der vermißten Soldaten an das Pfarrbüro.

- Besorgung von Taufscheinen für Brautleute , die eine Kriegstrauung beabsichtigen.

 

Die "Erkelenzer Chronik" von Dechant Otto Frings (Bild links)

kann im Archiv gegen eine kleine Spende erworben werden.

5.2 Weihnachten 1953

Wiggers (c) Pfarrer Leopold Wiggers

 

Zu diesem Thema werden eine Abschrift aus den Vermeldungen für die Woche vom

20.-27. Dez. 1953 und ein Zeitungsartikel aus der Erkelenzer Volkszeitung

am Tag vor Heiligbend 1953 vorgestellt.

Der Zeitungsartikel berichtet von einer einzigartigen Leistung beim Wiederaufbau

des Kirchenschiffes und spricht von einem historischen Datum in der Geschichte

der Stadt Erkelenz. Weiter heißt es: Oberpfarrer Wiggers setzte sich ein Denkmal.

Mit der neuen Kirche von St. Lambertus Erkelenz hat Oberpfarrer Wiggers sich für alle

Zeiten in der Kreisstadt ein Denkmal gesetzt.

5.3 Einweihung des Neubaus und Altar von St. Lambertus 1954 durch Bischof Dr. Hünermann

Nicht nur die Pfarre, sondern ganz Erkelenz feierte am 8. August 1954 die Einweihung des Neubaus der Pfarrkirche St. Lambertus. An diesem Tage, der in der Chronik des Kirchenchores als "das größte pfarrgeschichtliche Ereignis des Jahres" bezeichnet wird, wurden Kirche und der Altar von Weihbischof Dr. Hünermann eingeweiht.

 

5.4 Wieviel darf man der Kirche spenden?

Scan (c) Archiv Christkönig

Unter diesem Titel wird ein Schreiben des preußischen Königs Wilhelm I. an den Minister der geistlichen Angelegenheiten in Berlin vom 3. September 1864 vorgestellt.

Dieses Schreiben ist eines von mehreren in einem Schriftwechsel mit staatlichen Stellen, der sich auf ein Vermächtnis bezieht, das der "Rentnerin" Maria Josepha Nix der Pfarrkirche zu Erkelenz in ihrem Testament vom 4. März 1864 zur "inneren Restauration" der Kirche vermacht hat.

5.5 Ein Geschenk der Königin von Preußen zur Goldhochzeit der Eheleute von Meyelschen aus Erkelenz (1860)

s-l200 (c) Archiv

Mit diesem Schreiben wird dem damaligen Erkelenzer Oberpfarrer Bell vom Bevollmächtigten der Königin mitgeteilt, dass den Eheleuten von Meyelschen ein Gebetbuch als Königliches Gnaden-Andenken zu deren Goldenen Hochzeit geschenkt wird.

Die Dokumentation beantwortet interessante Fragen:

1. Wer bekam so ein Geschenk und zu welchem Anlass?

2. Wer war die Stifterin?

3. Welchen Zweck hatte die "Königin-Elisabeth-Central-Stiftung"?

4. Wie wurde die Stiftung weitergeführt?

5. Was hat die Stifterin mit dem "Elisenbrunnen in Aachen" zu tun?

 

5.6 Im Namen des Kaisers: "Die Ernennung von Anton Everts zum Pfarrer von Erkelenz (1802)"

Die vorliegende Verfügung ist eigentlich eine Besoldungsverfügung vom

Finanzminister des Kaisers Napoleon, bestätigt durch den

Minister für religiöse Angelegenheiten und mit handschriftlicher Registrierungs-

bestätigung des Bischofs von Aachen versehen.

Anton Everts wurde am 25.4.1746 in Terheeg geboren, war Mitglied im Orden der

Jesuiten, mehr als 30 Jahre Professor an der Universität Köln, außerdem seit 7 Jahren

Kanoniker im Kollegiatkapitel an St. Andreas in Köln, bevor er Pfarrer in Erkelenz wurde.

5.7 Die Haaksche Krippe in St. Lambertus Erkelenz

Haaksche Krippe (c) Rheinische Post 24.12.1999

Otto Frings, seit 30.August 1931 Oberpfarrer in Erkelenz, beauftragte den Erkelenzer Bildhauer Franz Xaver Haak, eine Krippe für die Pfarrkirche St. Lambertus zu schaffen. Diese Krippe entstand in drei Schritten:

Am 24.12.1934 wurden Maria, das Christkind und ein Hirtenjunge aufgestellt, am 24.12.1935 kamen der Hl. Josef und drei Hirten hinzu und am 05.01.1937 die Heiligen drei Könige. Anlässlich der Aufstellung des Hl. Josef und der drei Hirten verfasste Otto Frings einen Zeitungsartikel mit der Überschrift: Meine lieben Pfarrkinder!

5.8 Darf ein Priester eine Perücke tragen?

Meßdiener Fußballturnier (c) Peter Wittemann, Norbert Weidinger (Hrsg): Ministrantenarbeit Kevelaer/Düsseldorf) 3/1962

Diese Frage mußte der Bischof von Roermond im Jahre 1737 beantworten, nachdem ein Priester aus Kückhoven ihn darum gebeten hatte.

Dass ein Bischof höchstpersönlich sich damit befasst, ob einer seiner    Diözesanpriester eine Perücke tragen dürfe, mag heutzutage, zumal beim flüchtigen Lesen, wohl auf Unverständnis stoßen.

Die hier vorgestellte Urkunde bzw. das Antwortschreiben des Bischofs wird hier übersetzt, erläutert und erklärt, warum der Bischof in diesem Falle seine Erlaubnis zum Tragen der Perücke gegeben hat.