Endlich ist es soweit, am Sonntag, dem 5. Juli wird die Krypta im Rahmen eines feierlichen Hochamtes um 11.00 Uhr wieder eingeweiht, oder besser gesagt, wieder in Dienst genommen. Anschließend gibt es einen festlichen Empfang auf dem neugestalteten Parkplatz neben der Kirche.
Hier werden sowohl der Architekt Gregor Dewey, wie auch der Künstler Jürgen Drewer anwesend sein und zu Gesprächen zur Verfügung stehen.
Begonnen wurde mit dem Umbau im Juli des vergangenen Jahres. Anlass für den Umbau der Krypta der Pfarrkirche St. Lambertus war der Wunsch und auch die Notwendigkeit, die Kryptaräume barrierefrei zu erschließen, um sie vor allem in den Wintermonaten als Gottesdienstraum an Werk- und Sonntagen nutzen zu können und dabei Energiekosten einzusparen.
Nachdem Standorte eines Aufzugs als Anbau an die Kirche verworfen wurden, wurde eine kaum sichtbare Lösung im Inneren gefunden.
Hinzu kamen die Erneuerung und Vergrößerung der WC-Anlagen, die Schaffung einer barrierefreien Toilette, eine erstmalige Belüftungsanlage für die Krypta, eine neue Beleuchtung und der Einbau einer Sakristei für den Kryptabereich.
Begleitend wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten an Rohr- und Leitungsnetzen und an zahlreichen Putzflächen erforderlich.
Im Außenbereich wurden auf der Seite des Johannismarkts zusätzliche PKW- Stellplätze geschaffen sowie ein Schuppen für Fahrräder und Mülltonnen.
Neben Umbau und Sanierung findet auch eine Umgestaltung des Innenraumes der Krypta statt, dabei bleiben die Bodenflächen der Krypta erhalten.
Eine Herausforderung stellten dabei die durch zahlreiche Betonunterzüge eher statisch-konstruktiv geprägten Decken dar, die den Bogenformen der Fenster völlig entgegenstehen. Hier haben wir eine gewellte Deckenform entwickelt, die die Unterzüge überdeckt und gleichzeitig der Fensterform folgen kann.
Die gestiftete, neue künstlerische Verglasung nach Entwürfen von Jürgen Drewer, die in den Kunstglaswerkstätten Derix in Kevelaer hergestellt wurden, und die einen Bezug zu dem vorhandenen, von Ludwig Schaffrath geschaffenen Fenster in der Konche bilden, geben dem Raum eine lichtvolle wunderbare Erhabenheit. Durch die Freilegung eines damals zugemauerten Fensters, werden nun wieder alle vier Fenster zu sehen sein. Die Fenster sind mit einer Malerei aus weißen und gelben Schmelzfarben und Schwarzlot gestaltet und lassen aufgrund ihrer künstlerischen Gestaltung das Äußere nach innen strahlen.
Um den gesamten Kryptabereich in seiner Symmetrie wieder sichtbar werden zu lassen, wird die Sakristei optisch als freistehendes Holzelement in den Raum gestellt und erhält als Pendant eine bewegliche Wandanlage auf der gegenüberliegenden Seite, welche als Abtrennung zu einem kleineren Raum dienen kann.
Aus dem dort bisher stehenden großen Sandsteinaltar wurde ein maßvoller Altarblock gestaltet, der seinen Ort vor der Konche mit den nun gereinigten Schaffrathfenstern findet.
Paravents überspielen in der Konche die notwendigen Heizelemente, die Sedilien finden ihren neuen Platz in den wieder freigelegten Nischen beidseitig der Konche.
Der Tabernakel und das Kreuz aus Kuckum finden einen neuen Platz in der Konche, wie bereits seit einigen Jahren das Ambo aus Kuckum. Die bisher vorhandenen massiven Stühle werden wir aus Kostengründen bis auf weiteres weiter verwenden.
Nun freue ich mich mit Ihnen auf die Einweihung der Krypta und auf die vielen Gottesdienste, die hier in Zukunft gefeiert werden.
Dank sei allen gesagt, die am Gelingen dieses guten Werkes beigetragen und damit zu einem wichtigen Schritt in die Zukunft unserer Gemeinde vor Ort beigetragen haben.
Ihr
Pastor Werner Rombach