Auf ein Wort

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Leserinnen und Leser,

Frieden (c) John Blankers, Pfarrbrief.de
Frieden
Datum:
Mo. 21. März 2022

im Mai steht die Natur in vollster und schönster Blüte, und so ergibt sich wohl die Verbindung zur Gottesmutter.  

 

 

Es ist eine wertvolle Tradition der Kirche in Deutschland, dass wir im Monat Mai Mutter Maria in besonderer Weise ehren. Wir schauen auf sie, wie sie gelebt hat, was sie bewegt und wie sie geglaubt hat. "Als wahre Mutter geht sie mit uns, streitet für uns und verbreitet unermüdlich die Nähe der Liebe Gottes" (Evangelii Gaudium, Nr. 286).  Weil sie Gottes Mutter ist, ist sie auch unsere Mutter.

 

Die Eskalation der Gewalt in der Ukraine erschüttert uns, Hilflosigkeit breitet sich aus.  Wie ist das unfassbare Kriegsgeschehen in unserem viele Jahre lang friedvollen Europa möglich geworden?  Warum konnten unsere Politiker und Politikerinnen dies nicht verhindern?  Diese Fragen lassen sich zurzeit nur unzureichend beantworten. Eine Lösung dieses Konfliktes, die Beendigung dieses Krieges, scheint nicht in Sicht zu sein.

Wenn ich dieses Grußwort in der Karwoche eine Woche vor Ostern schreibe, glaube ich, in der Osterbotschaft einen Lösungsansatz zu finden.  Denn sie tröstet uns, schenkt uns Kraft, Hoffnung und vor allem Frieden.  Sicherheit, Heil und Frieden finden sich nur im Friedensfürst, Jesus Christus, nicht im Raketenschutzschirm und politischem Machtkalkül. Gegenstandslos wird die Angst in der Welt, wenn der Glaube an Jesus, der das Böse, Gottferne, Angst und Tod überwunden hat, wahrhaftig ist.

Frieden kann niemand allein oder nur für sich erreichen. Der Friede ist immer auch der Friede des anderen. Dazu sind viele kleine, alltägliche Schritte zum Frieden nötig. Friede beginnt nicht mit großen Konferenzen, sondern bei uns selbst - bei unserer Fähigkeit, mit uns, unseren Nachbarn, Freunden, Kollegen und unserer Gemeinschaft bewusst Frieden zu fördern und ihn zu leben.

 

Deshalb sagte Mutter Teresa, „Die Frucht des DIENENS ist der FRIEDE!

Bleiben Sie behütet und gesegnet!

Ihr

Pater Paul Mathew OIC