der Mai lädt uns ein, neu auf Maria zu schauen. Was kann sie uns heute noch sagen – in einer Zeit, die schnell, laut und oft unübersichtlich ist?
Maria war keine perfekte Heldin. Sie war eine junge Frau mit Fragen und Unsicherheiten. Genau das macht sie so nahbar. Ihre Stärke lag nicht darin, alles zu wissen, sondern darin, zu vertrauen – und den Mut zu haben, „Ja“ zu sagen, auch ohne alle Antworten zu kennen.
Genau darin liegt ihre Botschaft für uns: Vertrauen, auch wenn nicht alles klar ist. Weitergehen, auch wenn Zweifel da sind. In einer Welt, die oft auf Stärke und Durchsetzung setzt, erinnert Maria an eine andere Kraft – leise, geduldig und beständig.
Sie zeigt: Glaube heißt nicht, keine Fragen zu haben. Sondern darauf zu vertrauen, dass wir unseren Weg nicht allein gehen. Maria drängt sich nicht auf. Aber sie geht mit – in den Höhen und in den Tiefen unseres Lebens.
So kann sie auch heute ein innerer Kompass sein: für Vertrauen, Mitgefühl und Hoffnung – und für den Blick auf das, was wirklich trägt.
Ich wünsche uns, dass wir uns in diesem Monat immer wieder kleine Momente der Ruhe gönnen – und darin Vertrauen finden: dass wir getragen sind, auch wenn der Weg unklar erscheint.
Ihre
Petra Woelfer
Gemeindereferentin