jetzt ist er da, der November. Viele sagen: „Der November geht auf‘s Gemüt.“ - und sie mögen diesen Monat nicht. Es gibt in diesem Monat so viele Vorboten des eigenen Sterbens: den Gang zum Friedhof, Volkstrauertag, Buß- und Bettag, Totensonntag, die fallenden Blätter, Nebel, Dunkelheit …, aber auch „Nüsse auf den Teller, Birnen in den Keller, den Wind und das Drachensteigen“ wie es im Lied „Der Herbst ist da“ besungen wird.
Und der November bringt ein Fest: Sankt Martin. Dieses Fest wird an so vielen Orten in unserer Pfarrei gefeiert. Und es ist schön, dass diese Tradition weiter beibehalten wird, weil miteinander Teilen immer aktuell ist und bleiben wird.
Bis heute wird der heilige Martin verehrt, weil er ein vorbildlicher Mensch und Christ war. Denn der heilige Martin hat die Not der Menschen gesehen und sie selbst gelindert. Dabei war er immer hilfsbereit und bescheiden. So konnte der Mensch in Not immer seine Würde bewahren.
Ohne Rücksicht auf Vorschriften und auf die Reaktionen der anderen teilt er seinen Mantel mit dem frierenden Bettler.
Und was können wir teilen? Da gibt es so viel. Ich fange mal mit den kleinen Dingen an: ein freundliches „Guten Morgen“ oder „Guten Tag“ geht immer … Sorgen teilen auch, denn geteiltes Leid ist halbes Leid … aber auch die Freude und ein Wort, das Mut macht und stärkt … sich gegenseitig helfen und unterstützen, so wie jede und jeder es kann … und beten füreinander, das geht auch immer und ist das Teilen des Lebens, so wie es gerade ist, mit Gott.
Das Fest des Heiligen Martin findet täglich statt, weil miteinander Teilen immer noch aktuell ist und bleiben wird. Teilen macht es hell und warm, so wie die leuchtenden Laternen, die zum Fest des heiligen Martin gehören.
Ich wünsche Ihnen tägliche gesegnete Martins-Zeiten.
Mit lieben Grüßen
Ihre Irmgard Zielenbach
Gemeindereferentin