Auf ein Wort

Datum:
Fr. 21. Aug. 2026
Von:
Pater Paul Mathew OIC

„Auch der Herbst ist ein leiser Prediger: Er zeigt uns, dass Loslassen nicht Verlust bedeuten muss, sondern Raum für Neues schafft.“  Wenn sich die Blätter färben und zu Boden fallen, erzählt uns die Natur von einer wichtigen Wahrheit: Alles in unserem Leben ist dem Wandel anvertraut. Die Tage werden kürzer, die Abende länger. Die Natur lädt uns ein, innezuhalten und wahrzunehmen: Veränderung gehört zum Leben. Zugleich bleibt Gott die beständige Kraft, die uns trägt – in Zeiten des Aufbruchs ebenso wie in Stunden des Abschieds.

 

 

 

Der Herbst ist auch eine Zeit der Dankbarkeit. Wenn wir auf die Ernte schauen, denken wir nicht nur an Früchte und Getreide, sondern an all das, was uns im Leben geschenkt ist: Menschen, die uns begleiten, Gesundheit und Kraft, ein gutes Wort, eine helfende Hand und die kleinen, oft unscheinbaren Augenblicke des Alltags. Nicht alles, was wertvoll ist, lässt sich zählen oder messen.

Dankbarkeit verändert unseren Blick. Sie hilft uns, nicht nur auf das zu schauen, was fehlt oder sich verändert, sondern auch auf das, was uns anvertraut wurde und bis heute trägt. Im Vertrauen auf Gott können wir Vergangenes würdigen, ohne daran festhalten zu müssen. So wie der Baum seine Blätter loslässt und dennoch tief verwurzelt bleibt, dürfen auch wir manches abgeben und uns für Gottes Zukunft öffnen.

In diesem Jahr darf ich zugleich auf mein 25-jähriges Priesterjubiläum zurückblicken. Seit 2011 bin ich als pastoraler Mitarbeiter in unserer Pfarrei Christkönig tätig. Dieser Weg ist für mich vor allem ein gemeinsamer Weg: mit vielen Menschen, die mir ihr Vertrauen schenken, mit Ehrenamtlichen und Mitarbeitenden, mit Familien und allen Gemeindemitgliedern. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank.

Was in diesen Jahren gewachsen ist, verdankt sich nicht einer einzelnen Person, sondern dem gemeinsamen Miteinander und Gottes treuer Begleitung. Dafür bin ich dankbar. Zugleich vertraue ich darauf, dass Gott uns auch auf den Wegen begleitet, die vor uns liegen – gerade dort, wo sich Dinge verändern und Neues entstehen darf.

So wünsche ich Ihnen und Euch für die dunkler werdende Jahreszeit offene Herzen für die kleinen Zeichen des Guten, Menschen an Ihrer und Eurer Seite und Gottes Segen, der wärmt, stärkt und begleitet.

Gott segne unseren gemeinsamen Weg – heute und morgen.

Ihr Pater Paul Mathew OIC