zu Beginn dieses neuen Jahres möchte ich Ihnen von Herzen alles Gute wünschen: Gesundheit, Zuversicht, Mut und Gottes spürbaren Segen für die kommenden Monate. Ein Jahresanfang lädt uns ein, nach vorne zu schauen – manchmal mit Freude, manchmal auch mit gemischten Gefühlen. Was wird das neue Jahr uns bringen? In der Weltpolitik, in unserer Gesellschaft, in unserem Pastoralen Raum hier in Erkelenz – in unserem eigenen Leben?
Unsere Zeit ist von Veränderung geprägt – in unserer Welt, aber auch hier bei uns. In unserer Pfarrei tritt eine neue Gottesdienstordnung in Kraft, und auch unsere Leitungsstrukturen und Gremien befinden sich im Wandel. Mehr dazu werden Sie in den kommenden Monaten hier im Pfarrbrief lesen können. Für manche sind diese Entwicklungen ein Zeichen der Hoffnung und der Erneuerung. Andere erleben sie als verunsichernd.
Veränderung fühlt sich oft unbehaglich an, gerade dann, wenn sie von außen auf uns zukommt. Sie wirft uns aus unseren Routinen und oft liebgewonnenen Gewohnheiten. Wenn unser eigenes, höchstpersönliches Leben betroffen ist, kann sich sogar dazu führen, dass wir uns selbst und all unsere Gewissheiten hinterfragen. Und doch gehört Veränderung unweigerlich zum Leben. Der Heilige John Henry Newman – ein großer Theologe, der erst kürzlich von Papst Leo XIV. zum Kirchenlehrer erklärt worden ist – hat es einmal so formuliert: „Leben heißt sich verändern, und vollkommen sein heißt, sich oft verändert zu haben.“
Wie also können wir – bei allem Unbehagen und aller Trauer um Vergangenes – gut mit Veränderung leben? Vielleicht, indem wir uns immer wieder neu dem anvertrauen, der sich nicht verändert: der Treue Gottes zu uns, zu seiner Schöpfung, zu seiner Kirche. Vielleicht auch, indem wir uns öffnen, um in den veränderten Umständen genau jenem treuen Gott zu begegnen, der uns neu entgegenkommen will. Und auch, indem wir Geduld üben: mit uns selbst, mit den Menschen um uns herum und mit Prozessen, die Zeit brauchen.
In der Kirche verstehen wir uns als das pilgernde Volk Gottes. Solange wir leben, sind wir Menschen auf dem Weg –suchend, tastend, hoffend und gemeinsam unterwegs. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und uns allen einen guten Weg durch dieses neue Jahr.
Ihre Sabine Schwartz, Pastoralreferentin