Hl. Kreuz Keyenberg

Keyenberg (c) Leander Schiefer

Im frühen 11. Jh. ist eine Kirche gebaut worden. Beim Abbruch dieser Kirche 1913 wurde ein hölzerner Fensterrahmen geborgen; das Holz ist von einem Jahre 1018 gefällten Baum, wie dendrochronologisch festgestellt werden konnte. Ein Erweiterungsbau wurde nachweislich eines erhaltenen Inschriftsteins an einem 21. Dezember durch Erzbischof Hermann (wahrscheinlich Hermann III., 1089-99) geweiht zu Ehren des Heiligen Kreuzes. Dabei sind vermutlich auch die Seitenschiffe angefügt worden. Im 13. Jh. wurde diese Kirche erhöht, wohl um ein Gewölbe einziehen zu können. Im 19. Jh. war die Kirche zu klein geworden. Man entschied sich für einen teilweisen Neubau nach Plänen von Friedrich von Schmidt, Wien, aus dem Jahr 1865, die er auf Veranlassung des Pfarrers Ferdinand Hammels (1860-91) angefertigt hatte. Am 1. September 1867 war die feierliche Weihe des neuen Chores. Langhaus und Turm wurden 1913 gebaut nach den vorliegenden Plänen von Friedrich von Schmidt, abgeändert durch Prof. Edmund Renard, Köln. Im letzten Krieg wurde die Kirche durch Brandbomben 1943 und Granattreffer am 25. Februar 1945 beschädigt. 1957 waren die Reparaturarbeiten abgeschlossen.

Dreischiffiger Backsteinbau; die beiden kreuzgewölbten Chorjoche haben an jeder Seite eine fünfseitige Kapelle, zwischen den Kapellen an der Nordseite die sechseckige Sakristei; der Chor schließt dreiseitig; der Turm ist größtenteils in die Südwestecke eingezogen und hat einen achtseitigen Helm.

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