Pressemitteilung der Pfarrei Christkönig

Web. Grafik Information
Datum:
Fr. 19. Nov. 2021
Von:
Birgit Leeners

Die Kirchen in Keyenberg, Kuckum und die Kapelle in Berverath werden zum Stillen Gebet geöffnet


• Möglichkeit des persönlichen Abschieds und Eintrag ins „Gedenkbuch – Gedankenbuch“
• Raum der Erinnerung soll alte Orte im Gedächtnis behalten


Mit der Öffnung der Kirchen Heilig Kreuz in Keyenberg, Herz Jesu in Kuckum und der Kapelle St. Josef in Berverath lädt die Pfarrei Christkönig die Menschen ein, persönlich Abschied zu nehmen. Die Gotteshäuser sind geöffnet am Samstag, 27. November 2021, von 11 bis 16 Uhr für ein stilles Gebet, einen persönlichen Rundgang und für das letzte Entzünden einer Kerze sowie für den Eintrag in ein „Gedenkbuch – Gedankenbuch“.Hierin kann jeder Worte des Abschieds, der Trauer und Erinnerungen schreiben. „Diese Gedenkbücher der drei Orte werden später mit in die Kapelle St. Petrus eingebracht, um die alten Orte und ihre Gotteshäuser im Gedächtnis zu behalten und am neuen Ort ein erstes Stück Identität zu stiften. Sie werden dort einen wichtigen Platz im 'Raum der Erinnerung' einnehmen“, betont Pfarrer Werner Rombach, Leiter der Pfarrei Christkönig Erkelenz.

Die beiden Kirchen in Keyenberg und Kuckum sowie die Kapelle in Berverath werden am Sonntag, 28. November 2021, profaniert (entwidmet). Die Pfarrei Christkönig Erkelenz und die kirchlichen Gremien haben sich bewusst gegen einen letzten Gottesdienst in der Kirche entschieden. Diese Entscheidung ist niemandem leicht gefallen. Dennoch sollte jedem und jeder Gelegenheit zum persönlichen Abschiednehmen gegeben werden. Im kommenden Jahr wird mit der Einweihung der neuen Kapelle St. Petrus in Keyenberg (neu) ein Neuanfang gefeiert. Diese ist geplant für Sonntag, 19. Juni 2022. „Dieses neue Gotteshaus als Neubau und als Gebäude zeigt: Wir mögen andere Gebäude aufgeben und übergeben an neue Eigentümer – aber wir als Gemeinde wollen als Gemeinschaft der Glaubenden weiter präsent sein und wollen uns in einer neuen Heimat zusammen finden ohne die alte Heimat zu vergessen“, heißt es im gemeinsamen öffentlichen Brief von Pfarrer Werner Rombach, Herbert Exner (Kirchenvorstand) und Beate Küppers (GdG-Rat).

Nach ausführlichen und intensiven Beratungen im Diözesan-Priesterrat hatte der Aachener Bischof entschieden, den Anträgen der Pfarrei Christkönig Erkelenz auf Entwidmung der Kirchen Heilig Kreuz in Keyenberg und Herz Jesu in Kuckum zuzustimmen. „Die Entscheidung ist Bischof Dr. Helmut Dieser nicht leicht gefallen.“

„Wir sind ihm dankbar, dass sie getroffen wurde, denn damit ergibt sich für die Menschen ein großes Stück Gewissheit und es ist gleichzeitig ein Neustart möglich“, betont Pfarrer Werner Rombach.

 

RWE Power ist bereits seit 2019 Eigentümer der Kirchen Heilig Kreuz Keyenberg und Herz Jesu Kuckum sowie der Kapelle St. Josef Berverath. Die Pfarrei hatte bisher ein Nutzungsrecht und ist vertraglich verpflichtet, die Kirchen und die Kapelle entwidmet an RWE Power zu übergeben. Dies wird vertragsgemäß im Laufes des  Jahres 2022 geschehen.

 

Um Erinnerungen aus den alten Gotteshäusern mit in die neue Heimat zu nehmen, wird die Pfarrei Christkönig Erkelenz neben den bereits überführten Glocken noch andere Gegenstände mitnehmen; etwa der Weihe- und Taufstein, der Marienaltar "Vom guten Rat" oder die kleine Pieta finden in der neuen Kapelle Platz. Ein Großteil der Bilder und Skulpturen werden im "Raum der Erinnerung", den Gemeinderäumen und in der Kapelle aufgestellt.

Weitere Gegenstände werden in verschiedenen Kirchen der Pfarrei Christkönig eine neue Heimat finden. So werden Kirchenbänke und der Kreuzweg in Venrath aufgestellt, die drei Altäre in Lövenich, Katzem und Kaulhausen. D. h. die Verantwortlichen sind bemüht aus allen Gotteshäusern so viele Einrichtungsstücke wie möglich in der Gemeinde Christkönig zu behalten, damit man sie immer wieder noch einmal aufsuchen und anschauen kann.