Gedenkkonzert zum 75. Jahrestag der Zerstörung der Pfarrkirche St. Lambertus Erkelenz

Gedenkkonzert am Samstag, 29. Februar 2020 19:00 Uhr

St. Lambertus  zerstört
Mi 22. Jan 2020
Pfarrei Christkönig

Der 23. Februar 1945 bleibt in Erkelenz unvergessen. An diesem Tag wurden die Stadt und die gotische Pfarrkirche St. Lambertus nur wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Schutt und Asche gelegt. Nur der imposante Kirchturm hielt, wenn auch erheblich demoliert und einsturzgefährdet, dem Bombenhagel stand. Zum Gedenken an diesen traurigen Tag findet am Samstag, dem 29. Februar 2020, um 19.00 Uhr, in der Kath. Pfarrkirche St. Lambertus Erkelenz ein Konzert zum 75. Jahrestag der Zerstörung der Pfarrkirche mit Werken von Johann Sebastian Bach (1685-1750) statt.

 

 

Bach komponierte die Kantate „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“ BWV 26 1724 in Leipzig für den 24. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 19. November 1724 erstmals auf. Sie basiert auf dem Kirchenlied von Michael Franck (1652). Bach illustrierte die Bilder des Textes von Vergänglichkeit und Substanzlosigkeit in „kurzen, pausendurchsetzten Akkordschlägen und eilenden Skalenfiguren“. In der ersten Arie für Tenor wird der Text „So schnell ein rauschend Wasser schießt“ von Flöte, Violine und Singstimme in schnell fließender Musik umgesetzt. In der letzten Arie für Bass stellt ein ungewöhnliches Oboen-Trio den Text „An irdische Schätze das Herze zu hängen“ dar. John Eliot Gardiner vergleicht die Musik mit einem Totentanz. Der Schlusschoral ist ein schlichter vierstimmiger Satz.

Die Kantate „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ BWV 93 schrieb Bach für den fünften Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 9. Juli 1724 zum ersten Mal auf. Der Eingangschor ist ein Concerto von drei Klangkörpern: Das Orchester, dominiert von den beiden Oboen, spielt eine Einleitung und Ritornelle, die Choralmelodie liegt im Sopran, hinzutreten die Unterstimmen des Chores. In der ersten Arie benutzt Bach ein Motiv, das den Anfang der Choralmelodie nach Dur wendet, um Gottvertrauen auszudrücken. Die Sätze 2 und 5 ähneln einander in ihrem Wechsel zwischen der leicht verzierten Choralmelodie und Rezitativ. Im zentralen Duett spielen Violinen und Viola die Choralmelodie. Bach bearbeitete diesen Satz später für Orgel zu einem seiner Schübler-Choräle, BWV 647. Die Kantate endet mit einem schlichten vierstimmigen Choralsatz mit den Worten „Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht“.

Zwischen den Kantaten erklingt das dreisätzige Concerto d-Moll BWV 1052 für Cembalo und Orchester.

Die Aufführung findet, wie bei den vergangenen Konzerten am Karfreitag, direkt vor den Zuhörern im Kirchenschiff statt. Ein Vokalensemble, bestehend aus acht Solisten, gestaltet die Chöre und die Solopartien.

Die Ausführenden sind:

Sopran: Susan Kuhlen, Christine Léa Meier
Alt: Angela Froemer, Uta Christina Georg
Tenor: Martin Logar, Daniel Tilch
Bass: Manfred Bühl, Christian Palm
Prof. Harald Hoeren, Cembalo
Philharmonie Düsseldorf mit alten Instrumenten (Konzertmeisterin Anke Becker)

Kantor Stefan Emanuel Knauer, Leitung

Der Kartenvorverkauf startet am Montag, dem 20. Januar 2020, bei den Buchhandlungen Wild und Viehausen sowie im Pfarrbüro Christkönig.
Der Kostenbeitrag beträgt 15,00 € / erm. 12,00 € (Schüler/Studenten/Schwerbehinderte)