Entwidmung der Kirche Heilig Kreuz in Keyenberg

Liebe Gemeindemitglieder in Christkönig Erkelenz, liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

Keyenberg
Datum:
Fr. 19. März 2021
Von:
Birgit Leeners

in den vergangenen Wochen haben Sie in den Medien und den sozialen Netzwerken eine Vielzahl von Meldungen, die Entwidmung der Kirche Heilig Kreuz Keyenberg betreffend, lesen müssen. In diesem Artikel wollen wir die Gelegenheit ergreifen, die zeitlichen Abläufe und Beweggründe, die zur Beantragung der Entwidmung zum 21.03.2021 geführt haben, aus Sicht der Gemeinde darzustellen.
Trotz bischöflicher Genehmigung des Verkaufs (erteilt 2019) wurde vom Bischof dem Antrag auf Entwidmung der Kirche nicht stattgegeben.
Die Entscheidung über den Zeitpunkt der Entwidmung der Kirche in Keyenberg ist damit ausgesetzt. Als Grund dafür wurde uns von Bischof Dr. Helmut Dieser mitgeteilt, dass er die für April / Mai 2021 erwartete Leitentscheidung des Landes NRW zum Braunkohletagebau Garzweiler II abwarten möchte.
Der Ortsauschuss Keyenberg hat im November 2020 an den gewählten GdG-Rat und den gewählten Kirchenvorstand der Gemeinde Christkönig als übergeordnete Gremien den Antrag auf Entwidmung zum 21.03.2021 gestellt.
Die Entscheidung für diesen Termin hatte gute Gründe. 
Der Neubau des Gemeindezentrums in Keyenberg (neu), das zum neuen kirchlichen Zuhause für alle fünf ehemals selbständigen Gemeinden Keyenberg, Kuckum, Unter-Oberwestrich und Berverath werden soll, hat schon begonnen. In der nächsten Zeit werden Dinge aus den alten Kirchen benötigt, die in der Kapelle am neuen Standort eingebaut werden sollen. Dazu gehören aus Keyenberg die Glocken, der Weihestein, der Taufstein und Teile der Fenster. Die Verantwortlichen vor Ort wollten sicherstellen, dass die zur Entnahme anstehenden Gegenstände nicht aus einer noch gottesdienstlich genutzten Kirche entnommen werden.
Zum andern wollten die Verantwortlichen den Entwidmungstermin in zeitlicher Nähe zur Grundsteinlegung des neuen Gotteshauses am neuen Standort geplant wissen. Diese Vorgehensweise entspricht der bei den niedergelegten Kirchen Borschemich und Immerath.

Dem Antrag stimmten sowohl der GdG-Rat als auch der Kirchenvorstand einstimmig zu.

Anschließend wurde der Entwidmungsantrag an den regionalen Pastoralrat weitergeleitet und dort ebenso einstimmig genehmigt. In letzter, aufsichtlicher Instanz wurde der Entwidmungsantrag an den Priesterrat und den Bischof weitergeleitet. Diese letzten Entscheidungsträger haben die Entscheidung über den Antrag, wie vorstehend bereits erwähnt, vertagt.
Durch den Aufschub der Entscheidung ist der Weg in die Zukunft für alle Beteiligten sehr viel schwieriger geworden.
Denn wir als Gemeinde Christkönig haben dadurch erkennbar ein Problem. Sowohl ein praktisches als auch möglicherweise ein finanzielles. 

Durch den Aufschub müssen nun vielleicht einzelne Dinge vor der Entwidmung der Kirche Heilig Kreuz transloziert (übertragen) werden, um das Voranschreiten des Neubaus des neuen Gotteshauses nicht aufzuhalten. Denn würde man tatsächlich bis zur Entwidmung warten, müsste man entweder auf die Mitnahme einiger Teile verzichten oder einen Baustopp herbei­führen, der die Kosten soweit steigern könnte, dass die Fertigstellung des gesamten Projekts im jetzt geplanten Umfang gefährdet ist.
Für uns Verantwortliche vor Ort war und ist die Entscheidung des Bischofs aus den genannten Aspekten nicht nachvollziehbar.
Die Entwidmung der Kirche, die sich bereits jetzt im Eigentum von RWE befindet, muss spätestens am 31.12.2022 vollzogen sein. Eine Entscheidung über den Zeitpunkt und die Art und Weise, wie das geschieht, liegt aber ab sofort nicht mehr in unserer Hand, sondern in der des Bischofs.
Wir richten daher unser Augenmerk ab sofort auf den Neubau am neuen Ort.
Denn wir haben die begründete Hoffnung, dass wir im Frühsommer des nächsten Jahres die Kapelle konsekrieren und das neue Begegnungszentrum einweihen können, auch mit den Exponaten aus den Kirchen Keyenberg und Kuckum, die im Blick auf die Zukunft helfen sollen, die Erinnerung an die alten Standorte zu bewahren

Für den Ortsauschuss Keyenberg: Agnes Maibaum
Für den GdG-Rat: Beate Küppers
Für den Kirchenvorstand: Werner Rombach, Pfr.