31. Januar 2018:

Grußwort Februar

Maak mött - von den Jecken lernen...

Freuen Sie sich auf Karneval? Feiern Sie kräftig mit oder ziehen Sie sich in der Karnevalszeit lieber zurück und genießen ein paar ruhige Tage?

Ich selbst kann beiden Wegen etwas abgewinnen, der Freude auch nach außen Ausdruck zu verleihen, aber auch mal Abstand zum Trubel zu gewinnen, um sich selbst zu sortieren.

So oder so kann ich als Christ auf jeden Fall vom Karneval etwas lernen: Die Freude, die in vielen karnevalistischen Veranstaltungen zum Ausdruck kommt, vermisse ich schon manchmal in Gottesdiensten landauf landab, die zwar schön gestaltet, aber irgendwie steril wirken. Selbst bei unseren Schulgottesdiensten des CBG und der Realschule wünschen sich zwar alle irgendwie mehr Lebendigkeit, es gelingt aber meist trotzdem nicht, z.B. einen Chor dazu zu bewegen, selbst aktiv zu werden und die Schülerinnen und Schüler zur Bewegung zu animieren, weil die Hemmschwelle in der Kirche und vor anderen auch für Jugendliche sehr hoch ist. Während viele sich also einerseits lebendigere Gottesdienste wünschen, in denen die Mitfeiernden nicht nur Gemeinde sind, sondern auch Gemeinschaft werden, fällt es uns Mitteleuropäern doch eher schwer, einmal aus uns herauszugehen und mit anderen im Gottesdienst in Kontakt zu treten. Beim Karneval gelingt das ja auch oft nur mit Hilfe von Alkohol...

Das wäre doch etwas, wenn mehr Gottesdienste und auch andere Veranstaltungen der Gemeinde diese einladende Atmosphäre vermitteln würden, man z.B. zu Beginn persönlich begrüßt würde und während der Feier mit anderen kommunizierte! Dann ginge man nicht als Fremder wieder so heraus, wie man hineingegangen ist...

Eine Lösung habe ich mit den Schülern auch noch nicht gefunden. Wie schön, dass wir in unseren Schulgottesdiensten eine gewisse Freiheit haben, mal etwas auszuprobieren und gleichzeitig die traditionelle Liturgie erkennbar bleibt. Also bleiben wir am Thema dran.

 

 

Deshalb bin ich den Jecken im Karneval dankbar, weil sie mich auch dieses Jahr wieder daran erinnern, nicht aufzugeben, sondern die Freude im Alltag als Christ zu entdecken und diese dann mit anderen Menschen zu teilen versuchen.

Eigentlich selbstverständlich, bei der "frohen" Botschaft von Jesus Christus, oder?

 

In diesem Sinne ein gesegnetes "Maak mött" ,

Ihr Joachim Ritzka

zurück